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Sturm
Windböen im Gebiet (Open-Meteo, Tageshöchstwerte an mehreren Punkten). Ab 100 km/h an mindestens zwei Punkten (etwa zweimal im Jahr) wertet Kronenradar die Satellitenbilder automatisch aus; ab 85 km/h gibt es einen Hinweis.
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Benachrichtigungen
Eine Nachricht aufs Handy, wenn ein Sturm ausgewertet ist oder neue Schäden gefunden wurden (etwa alle zwei Wochen von Mai bis Oktober).
Käferentwicklung
Buchdrucker (Ips typographus), berechnet aus der Tagestemperatur nach dem Modell PHENIPS, für die Höhenstufen deines Gebiets, im geschlossenen Bestand (Stamm ohne direkte Sonne). Abgeglichen mit DWD-Stationen und den LWF-Beobachtungen 2026.
Höhenstufe
Die nächsten 28 Tage
Käferfallen (Messung)
LWF-Monitoring
Gefangene Buchdrucker je Falle und Woche an den nächsten Monitoring-Standorten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. Das ist gemessen, nicht berechnet, und zeigt, wann die Käfer tatsächlich fliegen.
Trockenstress
Klimatische Wasserbilanz = Niederschlag minus mögliche Verdunstung. Verglichen mit denselben Wochen der letzten zehn Jahre.
Anfälligkeit
Abgleich mit dem Störungsatlas
* Anteil der im Atlas als Wind/Käfer kartierten Waldfläche desselben Jahres, den Kronenradar gefunden hat.
Der Europäische Störungsatlas (TU München) ist selbst ein Modell mit etwa 80–90 % Genauigkeit und 30 m Auflösung. Er ist eine Referenz, keine Wahrheit, und unterscheidet Wind und Käfer nicht.
Mein Wald
Eigene Waldstücke einzeichnen (auf der Karte „Messen“, Ecken antippen, dann „Als Waldstück speichern“) oder als Datei laden (KML aus Google Earth/BayernAtlas, GeoJSON z. B. von der WBV). Danach zeigt die Liste auf Wunsch nur Flächen in deinen Waldstücken.
Plant eine Reihenfolge durch die offenen Flächen im aktuellen Filter, beginnend am Startpunkt. Die Strecke ist Luftlinie und ersetzt keine Wegeplanung.
Startpunkt
Noch kein Startpunkt gesetzt, es wird die Kartenmitte genommen.
GPX öffnest du z. B. mit OsmAnd, Locus Map, Komoot oder Google Earth.
Kontrollprotokoll Verkehrssicherung
Protokoll aller Verdachtsflächen, deren Bäume eine Straße, Bahn, Leitung oder einen Lift erreichen können, mit Datum und Ergebnis der Kontrollen. Es dokumentiert die Kontrollen und ersetzt keine eigene Prüfung der Verkehrssicherheit. Gilt für „Nur meine Waldstücke“ bzw. die gewählte Gemeinde, sonst für das ganze Gebiet. Über „Drucken → Als PDF speichern“ ablegen.
Befunde sichern
Befunde werden nur in diesem Browser gespeichert. Sichere sie als Datei, um sie auf ein anderes Gerät zu übertragen oder auszuwerten.
Eigene Punkte
Auf der Karte „Punkt setzen“ wählen und dann tippen, oder lange auf die Karte drücken. Bei „Mein Standort“ kannst du die aktuelle Position speichern, z. B. einen Käferbaum. Mit Anmeldung sehen alle freigeschalteten Nutzer im Gebiet deine Punkte.
Was du auf der Karte siehst
- Hintergrund: amtliches Luftbild (Bayern, Tirol) bzw. Satellitenbild, nur zur Orientierung. Es stammt nicht aus der Auswertung. Quellen siehe unten.
- Farbige Kästchen: die eigentliche Messung aus Sentinel-2. Jedes Kästchen ist ein 10 × 10 m großes Satellitenpixel, nur im Wald.
- Umrisse mit Nummer: Verdachtsflächen, also zusammenhängende Pixel, die deutlich stärker ausgetrocknet sind als der übrige Wald. Die Nummer ist die empfohlene Reihenfolge.
Kronen deutlich trockener als 2025unverändertvitaler
Wie gemessen wird
Für beide Jahre wird aus allen wolkenfreien Aufnahmen vom 15.08. bis 15.10. ein Mittelwertbild gerechnet. Verglichen wird der Feuchte-Index NDMI, der zeigt, wie viel Wasser in Nadeln und Blättern steckt. Abgestorbene oder befallene Kronen verlieren Wasser und verfärben sich, das sieht der Satellit im kurzwelligen Infrarot.
Weil beide Jahre denselben Zeitraum abdecken, fallen Lärchen- und Buchenverfärbung nicht als Schaden auf. Bewertet wird jedes Pixel relativ zum restlichen Wald. Ein insgesamt trockeneres Jahr löst also keinen Alarm aus.
Was die Zahlen bedeuten
- Feuchteverlust (ΔNDMI): wie stark der Index gefallen ist. Im Wald insgesamt lag die Veränderung bei +0,003.
- Signalstärke: wie viele typische Schwankungen die Fläche vom Normalfall entfernt ist. Ab 3 gilt sie als auffällig, ab 6 als sehr deutlich.
- Signalqualität 0–100: fasst Stärke, Größe und Nachbarflächen zusammen. Hoch heißt: wahrscheinlich ein echter Schaden, nicht nur Rauschen.
- Priorität: die Reihenfolge für den Kontrollgang. Mit Lernmodell: Satellitensignal (gedämpft) mal Wahrscheinlichkeit für Wind- oder Käferschaden, damit nicht einfach die größten Flächen vorn stehen. Ohne Modell: große, starke Flächen und Nester mit Nachbarn zuerst.
Die vier Muster
Die Muster sind eine automatische, regelbasierte Einschätzung aus Form, Größe und Umgebung der Fläche. Sie ersetzen nicht den Blick vor Ort.
So arbeitest du damit
- Unter Flächen filtern, z. B. nur hohe Priorität oder nur Nest-Gruppen.
- Eine Fläche antippen: Die Karte springt hin, rechts stehen Einschätzung, Navigation und Koordinaten.
- Unter Kontrollgang eine Route planen und als GPX aufs Handy holen.
- Vor Ort den Befund setzen. Daraus lernt die Auswertung, welche Schwellen in deinem Gebiet passen.
Die Arten
- Schaden/Vitalität: Flächen, deren Kronen gegenüber dem Vorjahr deutlich Wasser und Grün verloren haben (Herbst- bzw. Sommervergleich mit Sentinel-2). Ursache kann Käfer, Sturm, Schneebruch, Trockenheit, Krankheit oder Holzernte sein – die Einschätzung je Fläche und der Befund vor Ort klären das.
- Sturm/Schneebruch: Flächen, deren Radarsignal (Sentinel-1) nach einem Ereignis deutlich zugenommen hat, verglichen je Satellitenbahn. Radar sieht durch Wolken, deshalb gibt es schon wenige Tage nach dem Sturm ein Ergebnis. Wichtig: Das Radar findet die Kerne größerer Schadflächen, aber nicht ihre ganze Ausdehnung. Beim Test am Sturm Vaia (2018) in drei Gebieten mit kartierten Windwurfflächen (FORWIND) lagen die Hälfte bis drei Viertel der Treffer in echtem Windwurf, erfasst wurden aber nur 1–3 % der Schadfläche. Jeden Treffer als Startpunkt nehmen und den Umkreis absuchen. Die Schadholzmenge ist deshalb eine Untergrenze. Zusätzlich lädt Kronenradar das erste wolkenfreie Satellitenfoto nach dem Ereignis (auch Wochen später) und findet damit selbst Schadflächen, die das Radar nicht sieht („erkannt per Optik“): Im Nadelwald ist die Feuchte der Kronen (NDMI) deutlich gefallen. Beim Vaia-Test verdoppelte das etwa die Zahl der gefundenen Windwurfflächen. „Optisch bestätigt“ heißt, der Feuchteindex ist auch im Foto deutlich gefallen. Bei nassem Schnee ist das Radar unzuverlässig.
- Neu (laufend): Von Mai bis Oktober vergleicht Kronenradar etwa alle zwei Wochen die letzten 30 Tage mit demselben Zeitraum im Vorjahr. Gezeigt werden nur deutliche Veränderungen ab 0,2 ha, die noch nicht in der Herbstliste stehen.
- Weg/Straße: Flächen, deren Bäume eine Straße, Bahnlinie, Stromleitung oder Seilbahn/Lift (aus OpenStreetMap) erreichen können: Abstand höchstens Baumhöhe laut Baumhöhenkarte plus 5 m (ohne Karte 30 m). Dort sucht Kronenradar empfindlicher, weil Waldbesitzer hier für die Verkehrssicherheit haften. Auf Forst- und Wanderwegen haften sie in der Regel nicht für waldtypische Gefahren; dort wird nur der Abstand angezeigt. Ein gesetzter Befund dokumentiert die Kontrolle mit Datum.
- Schutzwald: Flächen auf Steilhängen ab 30° Neigung, wo der Wald oft vor Lawinen und Steinschlag schützt. Das ist nicht die amtliche Schutzwaldkulisse; die lässt sich als Datei hinterlegen.
Eine Fläche kann mehrere Arten haben, zum Beispiel Sturm und Weg/Straße. Der Filter „Art“ zeigt alle Flächen, auf die mindestens eine gewählte Art zutrifft.
Käferentwicklung (Reiter „Lage“)
Das Modell PHENIPS rechnet aus Lufttemperatur und Sonneneinstrahlung die Temperatur unter der Rinde und daraus, wie weit die Brut entwickelt ist. Eine Generation braucht 557 Gradtage über 8,3 °C. Der Schwärmflug beginnt, wenn ab 1. April 140 Gradtage erreicht sind und es wärmer als 16,5 °C ist. Neue Bruten werden nur bei mehr als 14,5 Stunden Tageslänge angelegt, also bis etwa Mitte August. Eine Brut überwintert nur, wenn sie bis Ende Oktober mindestens 60 % ihrer Entwicklung geschafft hat.
Wetter: gemessene Werte bis heute, danach 16 Tage Vorhersage, danach Mittelwerte der letzten zehn Jahre. Standard ist der geschlossene Bestand (Rinde ohne direkte Sonne). Der „Höchstwert am sonnigen Rand“ ist der ungünstigste Fall, wie er an frisch aufgerissenen Bestandesrändern vorkommt; nach ihm richtet sich auch die Warnstufe. Temperatur und Strahlung sind in der Höhe nach einem Abgleich mit DWD-Stationen (Mittenwald-Buckelwiesen, Zugspitze) leicht abgesenkt. Abgleich mit den LWF-Beobachtungen 2026: über 800 m ab Anfang September überwiegend Überwinterungsvorbereitung, in Hochlagen eine Generation.
Trockenstress
Die klimatische Wasserbilanz zeigt, ob mehr Regen fiel als verdunsten konnte. Der Index vergleicht die letzten 30 und 90 Tage mit denselben Zeiträumen der letzten zehn Jahre, ähnlich dem Dürreindex SPEI. Unter −1 gilt die Lage als trocken, unter −1,5 als sehr trocken. Trockengestresste Fichten können sich schlechter gegen Käfer wehren. Der Bodenwasserspeicher ist nicht berücksichtigt.
Anfälligkeitskarte
Für jedes 10-m-Waldpixel eine Prognose, wie anfällig es für Käferbefall ist. Sie setzt sich zusammen aus: geschätztem Nadelholzanteil (40 %), Wärme nach Höhenlage (25 %), Sonnenseite des Hangs (15 %), Nähe zu aktuellen Schadflächen (10 %, Reichweite rund 100 m) und neu entstandenen Bestandesrändern (10 %). Der Wert ist ein Rang innerhalb des Waldes im Gebiet: 90 heißt anfälliger als 90 % des übrigen Waldes, „hoch“ sind die obersten 10 %. Der Nadelholzanteil stammt aus der amtlichen Laubtyp-Karte von Copernicus (10 m, Jahr vor der Auswertung); nur wo sie fehlt, aus einer Näherung im Satellitenbild.
Datenquellen und Lizenzen
- Luftbild Bayern: Datenquelle Bayerische Vermessungsverwaltung – www.geodaten.bayern.de, Lizenz CC BY 4.0.
- Luftbild Tirol: Datenquelle Land Tirol – data.tirol.gv.at, Lizenz CC BY 4.0.
- Satellitendaten: enthält modifizierte Copernicus-Sentinel-Daten (Sentinel-1, Sentinel-2), Europäische Union.
- Wege, Straßen, Ortssuche: © OpenStreetMap-Mitwirkende, Lizenz ODbL.
- Landbedeckung: ESA WorldCover 2021, CC BY 4.0; Laubtyp und Kronendichte: Copernicus Land Monitoring Service (High Resolution Layers). Gelände: Copernicus DEM. Kronenverlust zum Prüfen: DLR FCCL (CC BY 4.0).
- Störungsatlas: European Forest Disturbance Atlas (Viana-Soto & Senf), CC BY 4.0.
- Wetter: Open-Meteo.com, CC BY 4.0. Käfermodell: PHENIPS (Baier et al. 2007).
- Baumhöhe: Meta & World Resources Institute, Canopy Height (CC BY 4.0). Flurkarte Tirol: BEV (CC BY 4.0). Käferfallen: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF).
- Luftbild (Standard) und Topokarte: Esri, Maxar, Earthstar Geographics, HERE, Garmin.
Impressum und Datenschutz
Impressum · Datenschutzerklärung · Über Kronenradar
Auf einem fremden oder gemeinsam genutzten Gerät nach der Arbeit abmelden: Das entfernt den gespeicherten Schlüssel und alle auf dem Gerät abgelegten Daten (Waldstücke, Befunde, Punkte, Offline-Karten).
Lernmodell
Die Wahrscheinlichkeit je Fläche („Wind/Käfer“) stammt aus einem Modell, das an rund 20.000 Verdachtsflächen in fünf Alpenregionen gelernt hat, ob dort laut Europäischem Störungsatlas ein Wind- oder Käferschaden war (meist Windwurf) oder eine Holzernte bzw. nichts. Es nutzt neben dem Herbstsignal auch, ob sich die Fläche erst zwischen Sommer und Herbst verändert hat, wie vital sie im Vorjahr war und wie dicht der Bestand rundum ist. Käfer und Wind trennt es nicht. Mit den Befunden vor Ort lernt es dazu, welche Signale im Werdenfelser Land wirklich Schaden bedeuten („Käfer bestätigt“ und „Windwurf / Schneebruch“ zählen als Schaden).
Mit Claude besprechen
In jeder Fläche gibt es „Für Claude kopieren“. Das legt eine fertige Frage mit allen Messwerten in die Zwischenablage. In Claude einfügen und du bekommst eine Einschätzung der möglichen Ursachen und eine Checkliste für vor Ort.
Grenzen
- 10 m Auflösung: erkennt Baumgruppen und Nester, keine Einzelbäume.
- Keine Früherkennung im Grünstadium. Sichtbar wird, was schon Wasser verloren hat.
- Holzernte, Wegebau, Lawinen und Muren erscheinen ebenfalls als Veränderung.
- Wolken- und schneereiche Lagen haben weniger Aufnahmen und damit unsicherere Werte.
Daten
Enthält modifizierte Copernicus-Sentinel-Daten (Sentinel-1 und -2) 2025–2026. Wege: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Waldmaske: ESA WorldCover 2021 + Copernicus-Laubtyp 2023. Gelände: Copernicus DEM. Wetter: Open-Meteo.com (CC BY 4.0). Luftbild und Topokarte: Esri. Käfermodell nach Baier, Pennerstorfer & Schopf (2007). Auswertung erstellt am 25.10.2026.